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 Porträt der Ortsgemeinde Die Hunsrückgemeinde Horath gehört kommunalpolitisch zur Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf, dem Kreis Bernkastel-Wittlich und dem Bundesland Rheinland-Pfalz.
Der Ort liegt eingebettet, landschaftlich reizvoll, in eine abfallende Talmulde, die sich bis in das Tal der Dhron erstreckt. Geographisch grenzt Horath im Osten an die Gemeinde Morbach Ortsteil Haag, im Süden an die Ortsgemeinden Merschbach und Gräfendhron, im Westen an die Ortsgemeinden Berglicht und Neumagen-Dhron Ortsteil Papiermühle und im Norden an die Ortsgemeinde Niederemmel.
Horath hat schon eine frühgeschichtliche Bedeutung. Dies belegen die umfangreichen Funde von hoher archäologischer Bedeutung. Der erste urkundliche Nachweis des Dorfes Horath basiert auf einer Pfändungsurkunde vom 01.12.1281 des Grafen Heinrich zu Salm, der unter anderem Horath zur Lösung von Geldschwierigkeiten dem Trierer Erzbischof und Kurfürsten Heinrich II. von Finstingen verpfändet.
Die Geschichte der Ortsgemeinde Horath ist nachzulesen in der 2004 erschienen Chronik „Eine Gemeinde im Wandel ihrer Geschichte“ von den Autoren Josef Schemer und Helmut Schuh.
Horath hat sich in den letzten 40 Jahren von einer rein bäuerlichen geprägten Gemeinde zu einer Wohngemeinde gewandelt. Die Ortsgemeinde hat ca. 450 Einwohner und die Entwicklung ist stabil. Leider hat sich die einstmals gute Infrastruktur, ohne dass dies die Dorfbewohner verhindern konnten, besonders in den letzten Jahren verschlechtert. Von der Schule, der Poststelle, einer Sparkassenfiliale, 3 bzw. 4 Gaststätten sind heute nur noch das Lebensmittelgeschäft und der Kindergarten geblieben. 2005 hat in der Ortsmitte ein Bäckereiladen geöffnet.
Als positive Entwicklung ist allerdings zu sagen, dass sich seit den 60er Jahren hier ein nicht unbedeutendes Industrieunternehmen entwickelt hat. Heinrich Röttger errichtet 1961 eine Werkhalle als Zweigbetrieb seines Stahlbauwerkes in Oberhausen. Diese Industrieansiedlung machte es damals möglich, die Qualität des Familienlebens in Horath zu verbessern. Viele Männer pendelten Woche für Woche ins Saarland oder in das Ruhrgebiet um das nötige Auskommen für ihre Familien zu verdienen. Jetzt änderte sich diese Situation schlagartig. Es gab erstmals Arbeitsplätze in der Industrie vor Ort. Aus vielen ungelernten Arbeitern wurde im Laufe der Zeit ein Facharbeiterstamm gebildet, der hier Hervorragendes geleistet hat. Mit dem Jahreswechsel 1964/65 übernahmen die Herren Alfred und Dr. Walter Rass die Fertigungshalle. Mitte Mai 1965 wurde die erste Baustahlmatte in Horath gefertigt. 1990 standen hier 5 Hallen und 9 Schweißstraßen. Ein herber Rückschlag war 2002 die Insolvenz des Hochwald Drahtwerkes, die für viele Einwohner den Verlust des Arbeitsplatzes bedeutete, in einer Zeit, in der die Situation am Arbeitsmarkt äußerst angespannt war. Dann Ende 2002 die Neugründung des Drahtwerkes Horath unter dem Dach der französischen Sotralentz-Gruppe. Das war für viele Arbeitnehmer in der Weihnachtszeit ein besonderer Grund zur Freude.
Eine weitere herausragende Einrichtung in der Ortsgemeinde ist das Familien-Hotel Hochwald. Die 1976 fertig gestellte Ferien- und Tagungsstätte hat sich in 30 Jahren zu einer mehrfach ausgezeichneten Familien-Ferienstätte entwickelt. Im Okober 2003 würdigte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband die hervorragende Ausstattung mit der Auszeichnung zum 4-Sterne-Hotel. Im November erhielt das Familien-Hotel Hochwald eine noch bedeutsamere Auszeichnung. Beim Bundeswettbewerb „Willkommen im Urlaub – Familienzeit ohne Barrieren“ erhielt das 160-Betten Haus als einziges Hotel in Deutschland den „Bundespreis in Gold“. Im Dezember kam dann seitens des Landes Rheinland-Pfalz noch die Auszeichnung zum „Gastgeber des Jahres 2003“ hinzu.
Im Jahr 2007 wird der III. Bauabschnitt im Rahmen des strategischen Gesamtkonzeptes „Familien-Hotel Hochwald 2000“, der Neubau eines Gesundheits- und Erholungszentrums mit Sporthalle, Wasserbereichen, Therapie- und Massageräumen, fertig gestellt.
Neben dem hervorragendem Erholungsangebot für Familien bietet das Familien-Hotel Hochwald über 50 wohnortnahe Arbeitsplätze für Horath und die umliegenden Gemeinden.
Maßgeblich für die jetzige Ortsbildprägung war die Dorferneuerung in den Jahren 1983 bis 1986. Hilfreich hierbei war der Ausbau der Kreisstraße in der Ortsdurchfahrt. Das äußere Erscheinungsbild wandelte sich von dem bäuerlich geprägten Stil in eine reine Wohngemeinde.
Der Ortsgemeinderat hat sich in 2007 entschieden, gemeinsam mit der Bürgerschaft, im Rahmen einer Dorfmoderation, die Dorferneuerung zu einer ganzheitlichen und umfassenden Ortsentwicklung fortzuschreiben. Die Dorfmoderation erfolgt auch mit dem Ziel, die bislang vorrangig auf baulich-gestalterische Investitionen ausgerichtete Planung zu erweitern. Der ökonomische und soziokulturelle Ansatz der Dorferneuerung und die dauerhafte Sicherung der Funktionsfähigkeit des Dorfes müssen stärker herausgearbeitet werden und im Zusammenspiel von Planung und Akteuren im Dorf (Vereine, Unternehmen, Landwirte, Gastronomen etc. ) vertieft und konkretisiert werden.
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